BRITTA HEITHOFF, MüNSTER | MENSCHEN
Dr. med. Ursula Eppelmann
Dienstag, 03.Mai , 10:51

PRINZIPAL informiert: Im Frühjahr häufig … wiederkehrende Blasenentzündungen der Frau

Das Ärztezentrum am Prinzipalmarkt macht´s möglich: Auch Gesundheitsthemen bereichern die Inhalte des Magazins PRINZIPAL in seiner Druckversion sowie im Rahmen dieser Website. Seit April erweitern die Kompetenzen von Dr. med. Ursula Eppelmann das Praxisportfolio der urologischen Praxis am Prinzipalmarkt 11. Ihren Fachbeitrag zu im Frühjahr häufig wiederkehrenden Blasenentzündungen bei der Frau lesen Sie hier …


Im Frühjahr häufig – wiederkehrende Blasenentzündungen der Frau

von Dr. med. Ursula Eppelmann

Blasenentzündung
Durch die kurze weibliche Harnröhre können unter bestimmten Umständen Bakterien von der Scheide bis in die Blase vordringen. Sie können dort zu einer Blasentzündung mit den typischen Beschwerden führen. Gelegentlich können Bakterien auch bis in die Nieren aufsteigen und dort zu einer Nierenbeckenentzündung führen, welche in einigen Fällen eine schwerwiegende Komplikation einer Blasenentzündung darstellen kann.

Beschwerden
Zu den Beschwerden gehören plötzlich einsetzendes Brennen beim Wasserlassen, Blasenkrämpfe, vermehrter Harndrang, evtl. mit Urinverlust. Der Urin kann unangenehm riechen, trüb erscheinen oder auch blutig. Nicht selten treten Rückenschmerzen auf, die in die Nierenlager ausstrahlen können. Die Schmerzen können durch bestimmte Bewegungen oder die Körperhaltung verstärkt werden. Fieber ist nicht typisch und deutet eher auf eine Beteiligung der Nieren hin.

Ursachen
Als Ursachen gelten z. B. Kälte, Stress, Geschlechtsverkehr, zu geringe Flüssigkeitszufuhr und auch Vaginalinfekte. Diese werden provoziert durch ein gestörtes Scheidenmilieu, möglicherweise auf dem Boden einer gynäkologischen Erkrankung, desweiteren durch Keimverschleppung vom After zur Scheide, Immundefekte, durch übertriebene Hygiene oder durch einen lokalen Hormonmangel.

Urinuntersuchung
Die Urinuntersuchung unter dem Mikroskop zeigt vermehrt Bakterien, rote oder weiße Blutkörperchen (sog. „Entzündungszeichen"). Die Urinkultur kann dann die unterschiedlichen Keime charakterisieren und feststellen, welche Antibiotika wirksam sind. Gegebenenfalls kann eine Blutuntersuchung zur Abgrenzung einer Nierenbeckenentzündung indiziert sein. Sollten sexuell übertragbare Erreger (z.B. Clamydien, Mykoplasmen usw.) nachgewiesen werden, muss eine zeitgleiche Partnerdiagnostik und -therapie durchgeführt werden, um erneuete Keimverschleppungen zwischen den Partnern zu vermeiden.

Blasenspiegelung
Empfehlenswert ist bei häufig auftretenden Entzündungen eine Blasenspiegelung im infektfreien Intervall zur Beurteilung der Harnröhre und der Blase. Diese Untersuchung ist bei betäubter Harnröhre nahezu schmerzlos möglich. Nach der Untersuchung kann es beim Wasserlassen leicht brennen. Nur in seltenen Fällen sind zum Ausschluss einer den Infekten zu Grunde liegenden Blasenentleerungsstörung weitere Untersuchungen nötig.

Therapie
Als Therapie raten wir zu reichlicher Flüssigkeitszufuhr, Vermeiden von Kaffee und schwarzem Tee, kohlesäurehaltigen oder gesüßten Getränken.
Wärme von außen und körperliche Schonung ist angeraten. Ein erster Behandlungsversuch mit pflanzlichen Präparaten ist möglich, bei starken Beschwerden oder Risikofaktoren sollte aber zügig eine antibiotische Behandlung, die häufig nicht länger als ein bis fünf Tage notwendig ist, eingeleitet werden.
Um eine erneute Infektion zu vermeiden, sollte auf mindestens zwei Liter Trinkmenge pro Tag geachtet werden. Möglichst Unterkühlung meiden (z.B. nasse Badekleidung), zur Genitalhygiene sollten keine Waschlappen, keine Seife (auch keine medizinische Seife), keine Intimtücher, sondern einfach lauwarmes Wasser benutzt werden. Für die tägliche Hygiene sollte frau lieber nur duschen, auf Vollbäder und chlorhaltiges Wasser (Schwimmbad) eher verzichten. Zur Minimierung einer Keimverschleppung vom After zur Scheide sollte nach dem Stuhlgang der After mit Wischrichtung von der Scheide weg gereinigt werden, wenn möglich anschließend mit klarem Wasser waschen.

Prophylaxe
Wichtig ist auch, auf eine gesunde Lebensführung und neben dem regelmäßigen Trinken auf eine ausgewogene Ernährung zu achten. Zur medikamentösen Prophylaxe stehen verschiedene Präparate zur Verfügung, eine Stärkung der Immunabwehr durch Impfung ist in einigen Fällen empfehlenswert. Ein medikamentöses Ansäuern des Urins oder die Einnahme von Cranberry-Präparaten, um das Anhaften der Bakterien an den Schleimhautzellen zu erschweren, kann das Wiederauftreten von Blasenentzündungen verhindern.

Abhilfe ist möglich
Zusammenfassend empfehlen wir eine zügige Vorstellung bei der Fachärztin/dem Facharzt, wenn einfache Maßnahmen nicht erfolgreich waren. Je eher der auslösende Keim gefunden ist und die passende antibiotische Therapie eingeleitet wurde, umso schneller ist die Entzündung in den Griff zu bekommen und Komplikationen werden vermieden.

Urologie im Ärztezentrum am Prinzipalmarkt
Kontakt: Telefon 02 51 / 47 091, info@urologie-am-prinzipalmarkt.de


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Kommentare
04.05.2011 Blasenentzündungen beim Mann
von Burubios
 
Die männliche Harnröhre ist doch viel länger als die weibliche. Warum bekommen Männer auch Harnwegsinfekte? Ist das normal?
05.05.2011 Antwort
von Dr. U. Eppelmann
 
Es gibt natürlich auch Harnblasenentzündungen des Mannes, allerdings doch deutlich seltener, das liegt in der Tat an der längeren Harnröhre, oftmals spielen dann weitere Faktoren wie eine Blasenentleerungsstörung z.B. mit Restharnbildung durch eine Prostatavergrößerung eine Rolle. Häufiger sind beim Mann Entzündungen der Harnröhre, der Prostata oder der Nebenhoden, aber Blasenentzündungen gibt es auch mal isoliert. Normal ist das nicht und sollte zeitnah abgeklärt werden.
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