BRITTA HEITHOFF, MüNSTER | MENSCHEN
Dienstag, 01.Mär. , 18:36

Neues Gesicht am Prinzipalmarkt: Thomas Zumnorde

Wirklich neu am Prinzipalmarkt ist Thomas Zumnorde eigentlich nicht: Der knapp 30jährige Betriebswirt ist in Münster aufgewachsen, hat sein Abitur am Gymnasium Paulinum absolviert und somit die ersten 20 Jahre seines Lebens in seiner Heimatstadt – und damit immer auch am Prinzipalmarkt – verbracht. Zehn Jahre war er dann in Sachen Studium, Ausbildung, Weiterqualifikation unterwegs. Im Januar 2011 startete er nun im Familienunternehmen Schuhhaus Zumnorde und ist damit auf andere Weise „das neue Gesicht am Prinzipalmarkt“.


Seit 1887 und mit dem Einstieg von Thomas Zumnorde in nun fünfter Generation stehen Schuhe im Mittelpunkt des Familienunternehmens Zumnorde. Seit Anfang Januar steuert der knapp 30jährige an der Seite seines Vaters Franz-Josef Zumnorde und seines Onkels Heinrich Zumnorde das Unternehmen. Den Zinnschuh auf dem Foto bekam Thomas Zumnorde zum Einstieg geschenkt – er stammt noch von seinem Großvater Heinrich Zumnorde senior …

Heinrich (l) und Franz-Josef Zumnorde (r) freuen sich über den Einstieg ihres Neffen und Sohnes Thomas Zumnorde ins Familienunternehmen.

Wertvolle Wanderjahre

Nach seinem Abitur am Gymnasium Paulinum studierte Thomas Zumnorde zunächst Betriebswirtschaft in Bayreuth und verschaffte sich so fern der Heimat eine solide Know How-Grundlage. Schon während des Studiums legte er die Basis. Er absolvierte in Italien verschiedene Praktika in Schuhfabriken und besuchte gleichzeitig die Schuhmodelleur- und Designschule in Venedig. Diese Einblicke verschafften ihm wertvolle Eindrücke in der Welt der Schuhe.
„In dieser Phase war es besonders prägend, ganz verschiedene Qualitätsniveaus der Schuhfertigung kennenzulernen und alle Schritte – von der ersten Idee bis zum serienreifen Schuh – in verschiedenen Manufakturen und Fabrikationsunternehmen verfolgen bzw. teilweise auch erlernen zu können“, erinnert sich Zumnorde.

Auf die familienspezifische Branchenpraxis folgte dann der erste berufliche Schritt in einem anderen großen Familienunternehmen – und zwar bei OTTO in Hamburg. In einem eineinhalbjährigen Trainee-Programm lernte Thomas Zumnorde hier fast alle Konzernabteilungen kennen und erlangte dadurch einen wertvollen Rundumblick.

„Eine super Ausbildung“; so Zumnorde, der im Anschluss daran ein Job-Angebot bei OTTO annahm und die folgenden eineinhalb Jahre als Einkäufer für Matratzen und Bettwaren unterwegs war. Etwas ganz anderes als Schuhe also? „Ja“, bestätigt Zumnorde, „aber dennoch sehr aufschlussreich, denn die Tätigkeit als Einkäufer – ganz gleich für welche Produkte – ist ähnlich. Dabei geht es um Themen wie Produktentwicklungen, Sortimentsgestaltung, Beschaffung der Waren aus ausländischen Märkten. Da ist vieles ähnlich und übertragbar.“

Die fünfte Generation
Als fünfte Generation startete Thomas Zumnorde vor einigen Wochen im Familienunternehmen Zumnorde. Das Thema „Schuhe“ ist ihm dabei mehr als in die Wiege gelegt. Und zwar nicht nur väterlicherseits durch die Zumnordes, sondern auch mütterlicherseits – Monika Zumnorde, geborene Meyer, entstammt ebenfalls aus einer echten Schuhfamilie, die heute in dritter Generation in Lübbecke erfolgreich ist. Seine Tante, Brigitte Wischnewski, ist übrigens derzeit Präsidentin des Bundesverbands des Deutschen Schuheinzelhandels e.V. – Thomas Zumnordes „Schuh-Gene“ sind also vielfach vorhanden.

„Ich erinnere mich gut, dass sich schon früher am Familientisch viele Gespräche mit unseren Eltern, aber eben auch mit Großmutter und Tante um Schuhe drehten“, schmunzelt Zumnorde, „spätestens nach der Suppe war es eigentlich immer so weit, dass Schuhe – natürlich nur als Mittelpunkt der Unterhaltung – mit auf dem Tisch waren“.

Offizieller Rutschentester

„Schon früh wurden meine drei Geschwister und ich auch in Sachen „Qualitätsprüfung“ miteinbezogen“, so Thomas Zumnorde, „nicht nur, weil wir natürlich alle in Zumnorde-Schuhen über Stock und Stein, in den Kindergarten, auf den Bolzplatz und zur Schule gingen. Nein, wir hatten auch eine ganz besondere Aufgabe: Immer wieder begleiteten wir unseren Vater zu den verschiedenen Baustellen, wenn wieder neue Zumnorde-Filialen – inzwischen gibt es 23 Häuser in Deutschland – eröffnet werden sollten. Unser Job war das offizielle „Rutschentesten“ – mit Tempo, Dynamik und Kurvenlage bei Zumnorde-Rutschen kannten wir uns natürlich besonders gut aus.“

Spannender Einstieg
Gut drei Monate lang nutzt Thomas Zumnorde nun seine Einstiegsphase, um die Facetten des Familienunternehmens und die 23 Filialen kennenzulernen. Besonders gefällt ihm dabei, dass er die Gelegenheit hat, allen gut 650 Mitarbeitern in Münster, Bielefeld, Braunschweig. Detmold, Dortmund, Dresden, Erfurt, Hildesheim, Oldenburg, Osnabrück, Paderborn und Schwerin persönlich zu begegnen. „Die Menschen vor Ort – unsere Mitarbeiter, aber auch unsere Kunden – sind der Pulsschlag unseres Unternehmens. Es ist sehr spannend, nun nach und nach alle Häuser zu besuchen und in vielen Dialogen und Beobachtungen immer mehr ins Unternehmen hineinzuwachsen, um dann das eigene in den vergangenen zehn Jahren erlangte Wissen einzubringen“, freut sich Zumnorde.


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Kommentare
11.03.2011 Thomas Zumnorde
von Manfred Schmitz
 
Ich wünsche Thomas Zumnorde die selbe glückliche Hand, die sein Vater und Onkel bewiesen haben.
21.05.2011 prinzipalmarkt
von Mikkelborg
 
zumnorde ist mein Candy Store wenn ich von meinen Wohnorten USA und Schweiz meine Familie in MS. Besuche. Kein Familien Besuch ohne den Zumnorde Besuch und natürlich immer mit mind. einem Paar Schuhe wieder hinaus in die andere Welt. Danke für den Schuhladen mit genuss zm schaun und schoppen!
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