BRITTA HEITHOFF, MüNSTER | MENSCHEN, TRENDS
Donnerstag, 25.Nov. , 10:27

J.C. Osthues-Auszubildende Alexandra Weber ist Bundessiegerin

Als Anfang November die freudige Nachricht von Alexandra Webers Landessieg und 1. Platz im Wettbewerb des deutschen Handwerks das Haus J.C. Osthues erreichte, war die Freude schon groß. Diese Euphorie wurde am gestrigen Mittwoch noch gesteigert: Juwelier Nico Osthues sowie Ausbildungsleiterin Ursula Schulze-Twenhöven (links) freuten sich riesig darüber, dass ihre Auszubildende Alexandra Weber (rechts) nun als Bundessiegerin gefeiert wird …


Beim Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks messen sich jedes Jahr nach den Berufsabschluss- und Gesellenprüfungen die Besten jedes Jahrgangs. Der Wettbewerb wird seit über 50 Jahren für rund 140 Berufe veranstaltet. Er findet auf drei Ebenen statt: Zunächst werden die Kammersieger ermittelt, dann die Landessieger und schließlich die Bundessieger.

„Bundessiegerin“ – so darf sich nun auch J.C. Osthues-Auszubildende Alexandra Weber nennen: Sie gehört mit ihren Leistungen zur Elite des Handwerksnachwuchses.

Alexandra Weber schloss ihre Ausbildung im Februar 2010 als Prüfungsbeste mit dem Prädikat „Sehr gut“ in der Handwerkskammer zu Münster ab. Ihr Gesellenstück, der „Gauklerring“ fand seither viel Beachtung in den Medien und Kommissionen.

Bereits im November 2009 musste Weber Idee, Entwurf und Planungszeichnungen ihres Prüfungsstückes einreichen. Im Januar durfte sie „ihren“ Gaukler-Ring dann fertigen: Anders als in vielen anderen Innungsbezirken geschieht dies in Münster unter „verschärften Bedingungen“: Unter Aufsicht und in nur 32 Stunden „baute“ Weber in einer Werkklasse ohne jede Hilfe ihr Stück.

Und das ist alles andere als anspruchslos: Der Gaukler-Ring besteht aus einer Gelbgold-Ringschiene, auf der sich zwei reich verzierte Kappen befinden. Während die obere Kappe feststeht, bewegt sich die untere Kappe auf einem Kugellager. Synthetische Opalkugeln befinden sich an drei Seiten der rotierenden Kappe. Die eine schwerere Goldkugel an der vierten Seite ist der Schlüssel zum Schwung: Durch das Ungleichgewicht entsteht eine Unwucht und so kommt der Ring in Bewegung.



„Vom Nichts zum Ergebnis zu gelangen, vom ersten Sägeschnitt mit ungebrochener Energie weiter zu arbeiten bis das überzeugende Werkstück perfekt ist – das ist es, was mich an meinem Beruf so fasziniert“, bestätigt Weber auf die Frage nach dem persönlichen Antrieb.

Perfektion bis ins Detail – dieser Anspruch ist auch bei dem Schmuckkästchen zu spüren, das Weber in „ein paar Stunden extra“ für ihren „Gaukler-Ring“ gefertigt hat. Für das Holzkästchen mit Deckel arbeitete sie einen den Ringformen angepassten Magnetverschluss, öffnet man ihn, erklingen zarte Spieluhrtöne und eine kleine Skulptur dreht sich zur Musik – schon vor dem Anstecken des Ringes wird so auf spielerische Weise der Clou des „Gaukler-Ringes“ – Rotation – subtil angedeutet.



„Ein Besuch von mittelalterlichen Gaukler-Spielen bei einer Reise nach Gotland vor einigen Jahren hat mich inspiriert”, so Alexandra Weber.


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