BRITTA HEITHOFF, MüNSTER | KULTUR, MENSCHEN
Donnerstag, 20.Mär. , 03:09

Vorschau: Ausstellungseröffnung in der Galerie Ostendorff

Galerie Ostendorff zeigt: „Peter August Böckstiegel und Conrad Felixmüller - Eine Künstlerfreundschaft“ – 28. März bis 22. April 2014.

Zur Ausstellungseröffnung am Freitag, 28. März um 18 Uhr sind Leserinnen und Leser von Prinzipal und Freunde des Prinzipalmarkts herzlich willkommen!


Zu ihrem 125-jährigen Bestehen präsentiert die Galerie Ostendorff eine Ausstellung von musealem Rang: Hochwertige Gemälde, Zeichnungen und Graphiken von Peter August Böckstiegel und Conrad Felixmüller werden zum Teil erstmalig der Öffentlichkeit gezeigt.

Sie sind überwiegend in den 20er Jahren entstanden, einer produktiven Schaffenszeit der beiden Künstler. Sie lernten sich 1913 während ihrer Studienzeit in Dresden kennen.

Böckstiegel, der von der Kunstgewerbeschule in Bielefeld kommt und der 16 Jahre junge, hochbegabte Felixmüller sind fortan eng befreundet, ab 1919 zudem verschwägert, da Böckstiegel die Schwester seines Malerfreundes heiratet. Bildthemen und Interesse des „westfälischen van Goghs“ und des zur Neuen Sachlichkeit tendierenden Überfliegers sind eng verwandt. Beiden geht es um eine nicht schönend idealisierende, sondern eher realistische Darstellung des Menschen und seiner Umgebung.


  „Meine Eltern“
Original Kaltnadelradierung von 1923,
signiert, betitelt und bezeichnet, III. Zustand
68 x 56,2 cm
Auflage: mindestens 2 Abzüge
Werkverzeichnis: Matuszak Nr. 148


Bei den ausgestellten Zeichnungen und Stichen Böckstiegels gibt es zum einen expressive, in harten Kontrasten und starken, sicheren Strichen erfasste Charakterköpfe zumeist ohne Hintergrund auf weißem Blatt. Auch wenn man die alltägliche Umgebung nicht sieht, die Gesichter der eigenen Eltern und der Bauern vom Nachbarhof sind gezeichnet von schwerer Feldarbeit, alltäglichen Nöten und Sorgen. Zum anderen gibt es aber auch feiner gearbeitete, naturalistischere Porträts.

Bei den Gemälden zeugen farbkräftige Blumenstillleben, Porträts und Landschaften von Böckstiegels koloristischem Können. Die kräftigen, pastosen Pinsel- und Pastellfarbstriche sind dynamisierend und raumgreifend, die intensiven Farben verschmelzen die jeweiligen Hauptmotive mit ihrer Umgebung. Felixmüller porträtiert seine Familie, Freunde und Malerkollegen in dem ihnen zugehörigen Ambiente: Max Liebermann posiert in seinem Atelier, der Sohn Luca zeichnet am Küchentisch. Auch hier sind Raum und Figur miteinander verbunden, allerdings auf eine eher elegant wirkende Art. Die Konturen bleiben klar erhalten, während die Binnenstrukturen und die Art der Linienführung den Bildraum vereinheitlichen.

1939 aus London schreibt Felixmüller an Böckstiegel in Dresden: „unsere jugendliche Sturm- und Drangzeit hat uns auf alle Fälle für den Rest unseres Lebens verbunden in sehr überpersönlicher Weise. Was damit getan wurde bleibt historisch, auch wenn man‘s heute diffamiert. Der Expressionismus von uns bleibt wesentlicher als jede noch so brave, tüchtige Akademiearbeit.“

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit Abbildungen aller gezeigten Werke und einem Vorwort von David Riedel, künstlerischer Leiter des Böckstiegel-Hauses in Werther.


Aufmacherbild:
 Peter August Böckstiegel
„Afrikanische Maske“
Öl auf Leinwand von 1909/10,
unten mittig signiert
60 x 53 cm
Werkverzeichnis: Wedel Nr. 5
Foto: Michael Dedeke



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