BRITTA HEITHOFF, MüNSTER | KULTUR
Dienstag, 05.Feb. , 11:43

"Hose für das 21. Jahrhundert" – via Prinzipalmarkt zur Kunst- und Antiquitätenmesse

Fast sähe sie aus wie eine normale Jeans, wären da nicht die auffälligen kreisrunden Löcher an den Knien. Tatsächlich handelt es sich bei dem Beinkleid um die „Hose für das 21. Jahrhundert“ – ein Werk von Joseph Beuys, eines ebenso wichtigen wie umstrittenen Künstlers. Zu sehen ist sie – ausgestellt von der Galerie Ostendorff am Prinzipalmarkt – vom 13. bis 17. Februar auf den Kunst- und Antiquitäten-Tagen im Messe und Congress Centrum Halle Münsterland ...
 


Zum 37. Mal finden Besucher eine große Auswahl an Möbeln, Büchern, Schmuck, Gemälden, Druckgrafiken und Zeichnungen vom 16. Jahrhundert bis zur Klassischen Moderne. Mehr als 80 Aussteller zeigen außergewöhnliche Exponate, darunter die „Hose für das 21. Jahrhundert“. Sie gehört zu den 35 Stoff- und einigen wenigen Jeanshosen, die Beuys und seine Tochter am Neujahrstag 1984 bei der Performance „Good morning Mr. Orwell“ in Paris zeigten. Für den Aktionskünstler war das Tragen der löchrigen Hosen verbunden mit dem Kampf gegen Materialismus und Unterdrückung. Die Löcher auf Kniehöhe waren kein Zufall: Sein Satz „Ich denke sowieso mit dem Knie“ zählt zu den bekanntesten Zitaten des charismatischen Künstlers.
 
Ausgestellt wird die Beuys’sche Hose von der münsterschen Galerie Ostendorff, die auch eine großformatige Grafik Jörg Immendorffs präsentiert. Immendorff,  einer der bekanntesten deutschen Künstler, begann 1977 seinen Bilderzyklus „Café Deutschland“, an die das auf den Kunst- und Antiquitäten-Tagen gezeigte „Café de Flore“ anknüpft. Die berühmte Pariser Geburtsstätte des Surrealismus und Existentialismus wird hier zur Kulisse einer Zusammenkunft zahlreicher Künstlerfreunde. Durch die vielfältigen, gedrängten Motive dieses schier unüberschaubaren Werks wirkt das Bild sehr lebendig, fast explosiv.
 
Solche und andere spannende Geschichten zu den Hintergründen vieler Werke kennt Sabine Krebber. Die Kunstexpertin von international art dialog aus Werne nimmt Besucher mit auf geführte Messerundgänge, und zwar vom 14. bis 17. Februar täglich um 11, 13, 15 und 17 Uhr. Dazu bietet sie spezielle Touren an, die sich an junge Sammler oder Kinder und deren Eltern wenden. Die jüngsten Besucher unternehmen am 16. und 17. Februar, jeweils um 13 Uhr, Zeitreisen unter dem Motto: „Es war einmal… ein Tag ohne Internet“. Anhand antiker Exponate wird deutlich, wie Kinder früher gespielt, musiziert und sich verabredet haben.
 
Die Kunst- und Antiquitäten-Tage öffnen am Mittwoch, 13. Februar, mit einer Vernissage von 17 bis 21 Uhr. An den übrigen Messetagen öffnen sie von 11 bis 19 Uhr, zum Abschluss am Sonntag, 17. Februar, von 11 bis 18 Uhr. Mehr unter www.antiquitaetentage-muenster.de


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