BRITTA HEITHOFF, MüNSTER | MENSCHEN, KULTUR, TRENDS, KULINARISCHES
Mittwoch, 09.Mai , 17:42

Elefanten im Porzellanladen

Viele Kaufleute vom Prinzipalmarkt werben jetzt für den "Elefanten-Park" im Allwetterzoo – sie holen das Thema in die Innenstadt und zeigen im Mai Dickhäuter aus Marzipan, Porzellan oder Edelmetall. Mit Sonderaktionen und Dekorationen weisen sie nicht nur auf das im Bau befindliche Projekt hin, sondern sammeln auch selbst Euro für Euro für die Elefanten – auf ganz unterschiedliche Weise …


Nicht nur im Allwetterzoo auf der Sentruper Höhe stehen in diesen Tagen die Elefanten im Mittelpunkt. Während auf der Baustelle des Elefanten-Parks die Bagger das neue 5.000 Quadratmeter große Freigelände modellieren, geht es auch im Herzen der Innenstadt – am Prinzipalmarkt – um den Park.

Eine Reihe von Kaufleuten vom Prinzipalmarkt setzen in ihren Schaufenstern auf das Thema Elefanten. „Der Zoo ist einer der wichtigsten Publikumsmagnete des Oberzentrums Münster. Deshalb wollen wir Kaufleute Flagge zeigen, wie schon Anfang der 70er Jahre beim Bau des neuen Allwetterzoos“, begründet Nico Osthues, Sprecher der Kaufleute, das Engagement.

 
Gemeinsam mit den und für die Elefanten:
von links: Jörg Adler, Direktor des Allwetterzoos; Wiegand Kösters, Inhaber Kösters Wohnkultur; Nico Osthues, Juwelier J.C.Osthues, Sprecher der Kaufleute vom Prinzipalmarkt; Ralf Kleimann, Inhaber Café Kleimann; Michael Wiemer, Geschäftsleitung Modehaus Schnitzler


Flaneure werden in den nächsten Wochen nicht nur Bala & Co. auf Plakaten und Aufstellern in den Fenstern oder in den Ladengeschäften erleben. Auch in Marzipan, Porzellan oder Edelmetall gibt es Rüsseltiere zu sehen und zu kaufen. Je mehr Kunden sich die dekorativen, wertvollen oder auch schmackhaften Dickhäuter leisten, desto mehr Geld wird für den Bau des Elefanten-Parks zusammen kommen. Aber nicht nur durch den Verkauf soll Geld für den Bau gesammelt werden. „Mit der Fensteraktion wollen wir die Menschen auch animieren zu spenden“, betont Osthues.

 

Die Unterstützung der Kaufleute besteht damit laut Osthues aus drei Elementen: „Erstens holen wir durch die Plakataktion das Thema in die Mitte der Stadt, zweitens werden verschiedene Verkaufsaktionen Erlöse für den Elefanten-Park bringen, weil die Unternehmen Anteile des Umsatzes auf das Spendenkonto des Allwetterzoos weiterleiten und drittens werden Mitgliedsunternehmen der Kaufleute vom Prinzipalmarkt als Spender oder Sponsoren das Projekt direkt unterstützen.“

 

Die Verbindung der Kaufleute zum Zoo hat Tradition. Als beim Bau des neuen Allwetterzoos Anfang der 70er Jahre mehr als 600.000 DM für den Ankauf von Tieren gesammelt wurden, engagierten sich neben vielen Bürgern und Unternehmen auch Kaufleute aus der Innenstadt. Kösters etwa stiftete die Elefantenkuh Tefi. Das sprichwörtliche Bild vom „Elefanten im Porzellanladen“ machte damals schnell die Runde. 1974 war Tefi ein junger Hüpfer. Heute ist sie als betagte Elefantendame noch immer Teil der siebenköpfigen Herde im Allwetterzoo.
 
Jetzt kehren die Elefanten in den Porzellanladen zurück: Wiegand Kösters, Enkel des Tefi-Spenders Wilhelm Kösters, greift das Thema auf: „Wir haben ein komplettes Fenster mit Elefantenartikeln zusammengestellt.“

Nymphenburg-Elefant aus der aufwändigen Fenstergestaltung bei Kösters Wohnkultur

Auch in Marzipan bekommt man Elefanten. Café Kleimann entwarf ein Rüsseltier aus Marzipan. Wer die Dickhäuter in noch niedlicherem Format erwerben möchte, kann sich bei Juwelier J.C. Osthues eine ganze Schmuckkollektion mit Rüsseltieren anschauen. Und am Samstag, 19. Mai, wird das Modehaus Schnitzler gemeinsam mit dem Café Milchmädel bei Schnitzler Waffeln zugunsten des Allwetterzoos verkaufen.

 
Einige der Elefanten-Schmuckstücke aus der Al Coro-Kollektion bei Juwelier J.C. Osthues

Zoodirektor Jörg Adler, der bis Ende 2013 mindestens 800.000 Euro von Spendern und Sponsoren einsammeln möchte, freut sich über die Unterstützung aus der Innenstadt: „Diese Aktion zeigt, dass sich Münster mit dem Allwetterzoo identifiziert. Das Engagement der Kaufleute ist ein wichtiges Signal. Mein Traum wäre es, wenn der Elefanten-Park, ähnlich wie 1974 bei der großen Spendenkampagne zum Bau des Allwetterzoos, alle Bereiche der Stadtgesellschaft mobilisiert. 1974 waren von der Grundschulklasse bis zum Großunternehmen alle dabei – jeder nach seinen Möglichkeiten“, so der Zoodirektor jetzt bei der Präsentation der Aktion am Prinzipalmarkt.
 
Die Elefantendekorationen und Aktionen laufen noch bis Ende Mai. Alle Leserinnen und Leser von Prinzipal sind zu einem "Elefanten-Park-Bummel" unter den Bögen und durch die Häuser am Prinzipalmarkt herzlich eingeladen.


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